Brauchen unsere Kinder eine „Medienkompetenz?“

Die spezifischen Potentiale neuer Medien müssen wie Mandl und Reinmann-Rothmeier anmerken, zielgerecht genutzt werden und dies zeigt die Notwendigkeit durchdachter Konzepte zum Medieneinsatz (Mandl & Reinmann-Rothmeier, 1997; zitiert nach: Preußler, 2011, S. 25). Auf Grundlage konstruktivistischer Sichtweisen wird Lernen als eigenständiger, konstrukiver und aktiver Prozess betrachtet, indem Lernende mitverantwortlich sind und eine gewisse Handlungsfähigkeit mitbringen müssen. Der Umgang mit neuen Medien setzt gewisse Kompetenz und Fähigkeit voraus. Das Schlagwort für Lernen und Lehren mit neuen Medien in der Informationsgesellschaft lautet „Medienkompetenz“ oder der englische Begriff „digital literacy“.  Aus pädagogischer Sicht verbindet man damit Selbsttätigkeit, Eigenständigkeit, Kreativität und Mündigkeit. Grundsätzlich findet man in der Literatur vielseitige Definitionen von Medienkompetenz, wobei in vielen der Einzugsbereich neuer Medien (Web 2.0-Anwendungen) nicht berücksichtigt wurde. Im Wesentlichen ist von einem kompetenten Umgang mit Medien die Rede. Ebenso zählt der kommunikative Aspekt, der befähigt sich durch und über Medien zu artikulieren und auszudrücken, dazu. Häufig wird Medienkompetenz auch als vierte Kulturtechnik bezeichnet, die für das soziale Überleben im 21. Jahrhundert erforderlich ist (ebd.: S. 27 ff.). Hapke (2007, zitiert nach: Bastiaens et al., 2010, S. 35) berücksichtigt bei seinem Versuch Medienkompetenz zu definieren das Web 2.0 und spricht in diesem Zusammenhang von einer „Informationskompetenz 2.0“.  Besonders im Hinblick auf zukünftige Akzeptanz neuer Medien, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie Medienkompetenz gefördert und angeregt werden kann. Zur Beantwortung dieser Frage gibt es spezielle Unterrichtstechnologien (Instructional Design), die konkrete Handlungsempfehlungen geben. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die eingangs gestellte Frage, ob zukünftig eine Medienkompetenz erforderich ist, bejaht werden kann. Besonders wir Pädagogen sind maßgeblich dafür verantwortlich, unsere Schüler damit auszustatten und sie auf ein zunehmend technologisiertes, digitalisiertes und vernetztes Leben vorzubereiten.

Ich würde mich über Kommentare (persönliche Erfahrungen,…)  zu diesem Thema sehr freuen!

Vg Gabi

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Weblogs im Grundschulunterricht

„Neue“ Medien spielen heute in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens eine wesentliche Rolle. Besonders durch neue Web 2.0-Technologien (weblogs, wikis,..) ergeben sich vielseitigere Möglichkeiten der Informationsdarstellung, sowie des Informationszugangs. Ebenso eröffneten sich völlig neue Kommunikations- und Kooperationswege. Diese Potentiale haben natürlich auch Einzug im bildungswissenschaftlichen Bereich erlangt und Auswirkungen auf Unterrichtsplanung und Gestaltung. Neue Lehr- und Lerntechnologien finden sowohl in der Planung, Konzeption, Entwicklung, Einführung als auch in der Nutzung und Wartung Anwendung. Diese Entwicklung fordert natürlich eine gewisse Kompetenz im Umgang mit neuen Medien (Medienkompetenz). Besonders Schulen haben die Aufgabe, Kinder mit dem nötigen Wissen, Kompetenzen und Fähigkeiten auszustatten. Vielseitige Möglichkeiten wie beispielsweise die Einführung eines eigenen Weblogs, in Form eines Lernjournals, oder eines Klassenwikis oder eines Klassenblogs könnten im täglichen Unterricht integriert werden. Bevor ein solches Vorhaben jedoch umgesetzt werden sollte, müssten einige wesentliche Dinge beachtet werden. Wer Interesse hat, sich diesbezüglich weiter zu informieren, bekommt hier die Möglichkeit.

Hausarbeit Modul4

Montessorimaterial

Eine unserer Studentinnen erarbeitete heute mit den Kindern die geometrischen Körper. Die Kinder arbeiteten dabei mit Montessorimaterial. Auch einige andere Montessorimaterialen kommen bei uns besonders in der Grundstufe 1 zum Einsatz. Ich finde viele dieser Materialien sind optimal zur Einführung, zum Verständnis und zur Erarbeitung, besonders die Materialen für Mathematik. Das liegt sicher auch daran, dass die Kinder das zu Lernende mit den Händen begreifen können.

Freinet-Druckerei

Heute setzten wir für unser neues Buch die Freinet-Druckerei in Betrieb. Die Kinder haben zu Bildern, welche sie selbst gestalteten, Flashlights oder kurze Geschichten geschrieben, welche sie nun mit den Lettern setzen. Die Druckerei ist vor allem für die jüngeren SchülerInnen eine tolle Möglichkeit, sich mit den Buchstaben auseinanderzusetzen und sich diese einzuprägen. Ein besonderer Reiz liegt auch darin, dass die Lettern spiegelverkehrt sind. Aber auch die SchülerInnen der Grundstufe 2 schätzen dieses alte Verfahren der Buchproduktion. Wenn das Buch fertig ist, gibt es auch eine virtuelle Version davon. Werde hier zu späterem Zeitpunkt einen Link zur virtuellen Ausgabe setzen!

Adventkalender als Schreibanlass

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Heute öffneten wir in der Faultierklasse die ersten Türchen unseres selbstgemachten virtuellen Adventkalenders. Es ist dies bereits der sechste Kalender, den wir produzierten. Wir nutzten den Kalender als einen gemeinsamen Schreibanlass. Die Kinder waren beim Schreiben und Malen mit großem Eifer dabei. Dazu gibt es auch Tonaufnahmen und dieses Jahr auch jeden Tag ein Kurzvideo von den Kindern, wie sie in der Höhle das wunderbare Wesen erblicken. Das spannendste an dem Kalender ist aber immer wieder: „An welchem Tag ist meine Geschichte hinter dem Türchen?“

Contra Schreiblehrgänge

Beim Schreiben von Druckbuchstaben zeige ich den ErstklässlerInnen einmal die Schreibweise so wie es „in den Büchern“ steht. Ich sehe dann des Öfteren, dass die Kinder die Scheibweise nicht so einhalten, wie ich es ihnen vorgezeigt habe. Ich bessere sie dann nicht mehr aus, sondern lasse sie in der Schreibrichtung schreiben, die ihnen als nätürliche Richtung erscheint. Wenn also ein Kind ein „großes I“ von unten nach oben schreibt, ist das für mich okay. Ich habe dadurch auch noch nicht erlebt, dass ein Kind deswegen eine unleserliche Schrift bekommen hätte. Dadurch erscheinen mir auch Schreiblehrgänge, bei denen Kinder seitenweise Buchstaben schreiben müssen als Zeitverschwendung. Falko Peschel hat in seinem Buch „Offener Unterricht“ bezüglich der Schreibweise dieselbe Meinung. Er verzichtet aber im Gegensatz zu mir vollständig auf das Vorzeigen wie ein Buchstabe geschrieben werden sollte.

Herzlich Willkommen!

Liebe Kollegen/innen!

Zum effektiveren Informations- und Kommunikationsaustausch wird euch dieser Schulblog bereitgestellt. Also wer interessante Beiträge, wichtige Infos oder sonstiges hat, kann das jederzeit hier allen bekanntgeben. Ebenso könnt ihr auf gepostete Beiträge eure Kommentare dazu abgeben.

Viele Grüße Gabi und Christian